Dokumentarfilm ARTE 2026, 53 min
Als Wegbereiter der surrealistischen Malerei nimmt Max Ernst in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. Die rätselhaft-magischen Welten, die er mit seiner Kunst erschaffen hat, üben bis heute große Faszination und eine verstörende Unruhe aus. Seine Werke sind durch seine Lebenserfahrungen in Zeiten von Krieg und Faschismus tief geprägt.
Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nazis als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es sehr gefährlich, in ihre Hände zu fallen.
25 Jahre zuvor hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung im Ersten Weltkrieg, dem „großen Wahnsinn“, wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biographie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt Max Ernst eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen.
Mit seinem 1937 entstandenen Werk ‚Der Hausengel‘ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“ - schaffte Max Ernst eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute wieder hochaktuell ist.
Martina Mazzotta Jürgen Pech
Interviewpartner
Ludger Derenthal
Julia Drost
Evangéline Hersaint
Martina Mazzotta
André Montmard
Bernard Mossé
Jürgen Pech
Marie Sarré
Buch
Christian Buckard & Daniel Guthmann
Regie
Daniel Guthmann
Kamera & Ton
Stéphane Cazeres
Isabelle Derreumaux
Paul Gierth
Daniel Guthmann
Simone Hartmann
Björn Kathöfer
Viktor Kolev
Björn Lindenblatt
Alexander Paulsen
Marc Stoppenbach
Dieter Stürmer
Schnitt
Volker Gehrke
Animationen & Grafik
Blake Gehrke
Graphic Novel
Jan Buckard
Musik
Kai Powalla
Sprecher
Hildegard Meier
Daniel Berger
Edda Fischer
David Vormweg
Amelie Willberg
Tonmischung
Florian Ebrecht
Produktionsleitung
Silke Breidenbach
Redaktion
Christopher Janssen
Filmzitate
„L’Âge d’or“ – „Das goldene Zeitalter“ von Luis Bunuel, 1930
Restaurierte Fassung / Centre Pompidou
„Film Illogique“ von Julien Levy, 1932
Jean and Julien Levy Foundation for the Arts
Dank an
Amy und Eric Ernst
Jürgen Pech
Landschaftsverband Rheinland (LVR)
Max Ernst Museum Brühl des LVR
Association Atelier André Breton, Paris
Josef und Yaye Breitenbach Charitable Foundation, Arizona
Musée Paul Éluard, St. Denis
Mémorial du Camp des Milles
Consejo Leonora Carrington, Mexico
United States Holocaust Memorial Museum
Stadt Brühl
Staatliche Museen zu Berlin -
Museum für Fotografie, Berlin
Stiftung Hans Arp
Stiftung Würth
Stiftung Heinz Kummer
Museum Ludwig, Köln
Bayerische Staatsgemäldesammlungen –
Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne München
Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris
Archive
Max Ernst / ADGAP
Man Ray Trust / ADGAP
Leonora Carrington / ADGAP
Hans Bellmer / ADGAP
Bpk – Bildagentur
Münchener Stadtmuseum, Sammlung Fotografie / Archiv Landshoff
Lee Miller Archives, England 2025
Bundesarchiv
Mémorial de la Shoah
Pond5
Footage Farm
National Archives
Eine Produktion der
Daniel Guthmann Filmproduktion
In Koproduktion mit ZDF, in Zusammenarbeit mit ARTE
© DG FILM / ZDF 2026